Der "Zuckerfritz" kam gut an
Auf der Suche nach einer besonderen Konzertgestaltung hat sich der mcsv der Lebensgeschichte des Wuppertaler „Zuckerfritz“, mit seinen vielen bekannt gewordenen Episoden und Schrulligkeiten, beim Konzert am 18. April 2010 im großen Saal des Evangelischen Gemeindezentrums Vohwinkel angenommen.
Der spindeldürre, hoch aufgeschossene Zuckerfritz, der schon zu Lebzeiten (geboren 1830, gestorben 1906) ein Original war, und über den die Journalisten und Heimatdichter immer wieder humorvoll angereicherte Geschichten geschrieben haben, stand im Mittelpunkt des besonderen Chorkonzerts.
Eingestimmt wurden die Besucher bereits im Foyer durch Christel und Wilfried Reichelt mit den Liedern ihrer Drehorgel. Ralf Klem verkörperte den Zuckerfritz und schenkte den Besuchern Süßigkeiten, die er auf seiner hölzernen „Schufkar“ geladen hatte.
Bei seiner Begrüßung berichtete Karl van der Molen von einer ganz eigenen Anekdote im Vorfeld der Konzertvorbereitungen. Er erhielt von Frau Hellebrand, die von dem Konzertvorhaben des mcsv im Internet erfahren hatte, eine historische Postkarte aus dem Jahr 1899. Diese an ihren 1878 geborenen Opa gerichtete Ansichtskarte zeigt den Zuckerfritz als Wuppertaler Original mit seiner Schufkar.
Zwischen den „Vertellches ut die godde aule Tied“, vorgetragen vom Wuppertaler Stadtführer Jürgen Holzhauer, sowie den akustischen Geräuscheinspielungen, sang der Chor, unter der musikalischen Leitung von Simone Bönschen, immer wieder schöne, teils Bergische und zur Lebensgeschichte des Zuckerfritz passende Lieder.
Von den Besuchern wurden die vorgetragenen Episoden und Begebenheiten mit Schmunzeln und heiterem Lachen aufgenommen und begleitet. Die dazu von den Sängern präsentierten ergänzenden Lieder wurden mit Beifall bedacht. Es war ein gelungener und fröhlicher Sonntagvormittag und einmal eine etwas andere Art einer Konzertpräsentation, die mit viel Zustimmung und herzlichem Beifall belohnt wurde.
In einer an den Chor gerichteten e-mail heißt es kurz und treffend: “Was ich heute beim Konzert zu hören bekommen habe, das war Spitze! Es war ein Genuss!“
Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von http://www.vohwinkel.net/













